Berlin sorgt für Stimmung in der Startup-Szene
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Am Freitag fand die wöchentliche amerikanische Web-Show „This Week in Startups“ (TWiST) in besonderem Format statt: je drei Startups aus Berlin und London sollten in einer Videokonferenz gegeneinander antreten und ihre Ideen in 1-minütigen Vorträgen („Pitch“) vorstellen.
Auf Berliner Seite traten an:
- Musicplayr, eine Mischung zwischen sozialem Netzwerk und Blog, das dabei hilft, sonst auf diversen Facebook-Pinnwänden oder sonst in den Weiten des Internets verschollene Musik im Blick zu behalten,
- Kinderfee, die neue Online Babysitter-Vermittlung und
- Klash, eine Facebook-App mithilfe derer Freunde sich zur Gaudi ihrer Umgebung gegenseitig Herausforderungen stellen können.
Vor allem Klash konnte sich gegenüber den 5 anderen, nicht gegen London nominierten Startups (iversity, Itembase, PaperC, Advertory und Welcome Investment) durch einen ausgefallenen und authentisch auf ihr Produkt abgestimmten Pitch durchsetzen: spärlich mit einem Mankini (dem „Borat-Badeanzug“) bekleidet und mit durchdringendem Blick forderte Gründer Alessandro Petrucciani die etwa 150 Berliner Gäste des TWiST in der Charlottenburger Bürogemeinschaft AHOY! dazu auf, doch endlich mehr Spaß im Leben zu haben!
Der eigentliche britisch-deutsche Wettstreit war aufgezogen wie ein Sportevent: das bewährte amerikanische TWiST-Moderatorenpaar bestehend aus Jason Calacanis und Tyler Crowley spielte sich gegenseitig die Bälle zu und ließ sich in seinem Dialog nur ab und zu von den sechs abwechselnd aus London und Berlin vorgetragenen Pitches unterbrechen. Umso mehr wurden die beiden aus der Bahn geworfen vom überraschenden Auftritt von Klash und der Authentizität und inneren Überzeugung mit der Daan Löning sein „Baby“ Kinderfee bewarb.
Obschon Jason und Tyler auch in Musicplayr ein Angebot erkannten, das ein veritables Problem löst und einen Weg im Dschungel von Musikvideos weist, konnte auch dieses letztlich ihr Bauchgefühl nicht bezwingen: die beiden Londoner Pitches des Email-Sortierdienstes Tray und der standortspezifischen Networking-App Shhmooze schienen ihnen erfolgversprechender.
Auch wenn Berlin sich in diesem TWiST-Contest also gegen London geschlagen geben musste, tat dies der Stimmung keinerlei Abbruch, wozu neben den unterhaltsamen Pitches wohl nicht zuletzt das ausreichende Angebot von Pizzen und Bier beigetragen haben mag…
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AB
