Der CAP Supermarkt (Integration mit dem gewissen Serviceextra)
Die Integration von Behinderten in der Gesellschaft ist ein Wunsch denen viele Behindertenwerkstätten nachgehen. In der WfB Lippstadt zum Beispiel ist er auch Programm. Dort fand zuletzt im Rahmen der 4. INAS-FID WM Fußball 2006 der Menschen mit Behinderung das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland statt. Die Veranstaltung selbst war ein voller Erfolg. Vor allem auch weil sehr viele Freiwillige behindert oder nicht dieses Event erst möglich machten.
Das sich so eine Integration nicht auf einzelne Events beschränken muss, zeigt das Geschäftsmodell des CAP Marktes. Er trotzt dem Trend Märkte auf die grüne Wiese zu verlagern. Anstatt das Personal an der kurzen Leine zu halten, lernen hier behinderte und nicht behinderte Menschen miteinander umzugehen. Mind. jeder 4. Arbeitsplatz ist für einen Behinderten geschaffen. Das Konzept auch in dünn besiedelten Gegenden mit viel Personal viel Service zu bieten kommt gut an. Die Behinderten selbst werden sowohl vom Arbeitsamt, dem Sozialamt als auch den Ausgleichsabgaben finanziert. Dadurch wird es auch attraktiv in kleinen Stadtgebieten eine Vollversorgung zu haben, ganz zu schweigen von den Vorteilen des Einpack- und Lieferservices für die Kunden.
Die Geschichte selbst ist beeindruckend:
- 40 Märkte derzeit (Stand 11-06)
- Umsatz 35 Mio €
- 320 Vollbeschäftigte davon 200 Behinderte
Wichtig ist vor allem, daß die Behindertenintegration jetzt auch sichtbar geschieht. Für die Werkstätten selbst ist CAP eine große Chance, sich ein Sprachrohr zu verschaffen und vor allem die eigenen Leistungen und Produkte direkt zu vertreiben. D. h. im Klartext die Abhängigkeit des Vertriebs zu verringern und vor allem eigene Leistungen auch sichtbar zu machen.
Denn wer weiß denn schon, dass Lattenroste bei Ikea z. Teil in Behindertenwerkstätten hergestellt werden? Oder, dass Falke dort seine Socken verpacken läßt?
In so fern ist die Vision von Werner Block demnächst bis auf 200 Märkte zu wachsen, wünschenswert. Sowohl für den immobilen Kunden als auch die Behinderten selbst.
Mehr Informationen: Siehe CAP Markt

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